Qualität und Nachhaltigkeit sind beim Kaffee unweigerlich miteinander verknüpft

Sobald der ursprüngliche, spannende Geschmack der Bohne und damit Qualität aus Kundensicht ins Zentrum rückt, können und müssen wir nachhaltig über die gesamte Wertschöpfungskette arbeiten. Sobald unsere Kunden einzigartige Kaffeemomente wertschätzen, kann und muss auch der Farmer am Anfang der Kette mehr Wert erzeugen. Insofern sehen wir es als unsere Pflicht, einzigartige Kaffeemomente in unserer Region zu schaffen.

Vom Rohstoff bis zur Tasse kompromisslos qualitätsorientiert und damit nachhaltig gedacht

Eine bessere Bezahlung der Feldarbeiter*Innen, die sich an der Qualität und nicht an der Quantität der Kaffeekirschen orientiert, führt als eine von vielen Massnahmen einer Spezialitäten-Kaffeefarm zu deutlich besserem Geschmack in der Tasse. Solch hochwertige Grünbohnen können aufgrund der geringeren Zahl an defekten oder faulen Kaffeebohnen im nächsten Schritt heller geröstet werden, wodurch der ursprüngliche, spannende Geschmack bewahrt und nicht mit reinen Röstaromen überdeckt wird. Dabei wird weniger Gas im Röstprozess benötigt. Für den komplexen Mahl- und Brühprozess des Kaffees arbeiten wir bei Geschäftskunden mit Kaffeemaschinen, welche nicht aus Plastik-, sondern aus langlebigen, hochwertigsten Metall-Einzelteilen aufgebaut ist. Automatische Reinigung und frühzeitige Reparatur und Service bedeutet nicht nur Langlebigkeit, sondern auch besserer Geschmack in der Tasse. Der Versand der Kaffeebohnen in recycelten Beuteln, die wir mehrmals verwenden, ist für uns selbstverständlich. Hochwertiger Kaffeegenuss beim Endkonsumenten fordert somit nachhaltiges Handeln über die gesamte Wertschöpfungskette.

Nachhaltigkeit bedeutet Langfristigkeit

Wir verstehen nachhaltiges Handeln in erster Linie als langfristig orientiertes Handeln. Dabei streben wir als Familienunternehmen auf der einen Seite der Wertschöpfungskette enge, dauerhafte Geschäftsbeziehungen zu ausgewählten Spezialitätenfarmen  an. Wir wollen die Menschen hinter der Farm besser kennenlernen, uns mit ihnen zusammen entwickeln, Erfahrungen austauschen und eine angemessene, faire Bezahlung für den Qualitätsbonus des Grünkaffees gewährleisten. Regelmässige Farmbesuche vor Ort wollen wir uns möglichst bald finanzieren, um diesem Anspruch gerecht zu werden.

Ebenso verhält es sich am anderen Ende der Kette: Auch mit unseren Kunden streben wir langfristige Partnerschaften an, wobei man sich gegenseitig kennt, aufeinander eingehen und sich so weiterentwickeln kann.

Technisch arbeiten wir mit den langlebigsten Kaffee- und Röstmaschinen, die wir regelmässig und im Sinne der Langlebigkeit unterhalten.

Die Kaffeefarmer*Innen

70 Kaffeekirschen pro Tasse
Etwa 70 Kaffeekirschen werden für eine Tasse Kaffee benötigt. Entsprechend ist es kein Geheimnis, dass die Kaffeefarmer*Innen das weitaus arbeitsintensivste Wertschöpfungsglied bewirtschaften. Noch eindrücklicher erscheint die Zahl 70, wenn man bedenkt, dass die Kirschen aus Qualitätsgründen bei unseren Farmen zum grössten Teil von Hand gepflückt werden.

Der Rohstoff- und der Spezialitätenkaffee-Markt
Grundsätzlich hat eine Farm zwei Absatzmöglichkeiten: Den Rohstoffmarkt und den Spezialitätenkaffeemarkt. Der Preis auf dem Rohstoffmarkt ist dabei nicht gekoppelt an die Produktionskosten der Farm. Mit dem jahrelang auf tiefem Niveau stagnierenden Rohstoffpreis kann ein Durchschnittsfarmer seine Produktionskosten nicht decken, wodurch er oder sie zu Kosteneinsparungen und damit einhergehenden signifikanten Qualitätseinbussen gezwungen wird: Faule Bohnen werden nicht aussortiert, Pflücker können nicht angemessen bezahlt werden, Investitionen in qualitativ hochwertige Infrastruktur wie Trocknungstische oder Waschstationen können nicht getätigt werden, …

Sollte sich jedoch dem Farmer der Spezialitätenmarkt als Absatz eröffnen, kann er pro Kilogramm zwei- bis zehnmal höhere Umsätze erzielen. Dadurch können die nötigen Massnahmen und Investitionen zur Gewährleistung einzigartiger Qualität getroffen werden. Prozentual ist dieser Markt noch sehr klein. Mit jeder Blum-Tasse wollen wir diesen Markt stärken und qualitätsorientierten Bauern Zugang zum Spezialitätenmarkt verschaffen.

 

Unser Job: Qualität vor Quantität

Der verantwortungsbewusste Kaffeekonsum liegt uns am Herzen, wobei Qualität vor Quantität stehen sollte. Wir sehen es dabei als unsere Pflicht, den hart erarbeiteten Qualitätsbonus unserer Farmer bis in die Tasse zu bewahren, da beim Brühen sehr viel Potenzial der Bohne verloren gehen kann.

Für Privatkunden haben wir deshalb unsere Brührezepte für den Heimgebrauch und für Geschäftskunden eine Komplettlösung entwickelt, um vom Grünkaffee bis zur Tasse kompromisslose Qualität zu gewährleisten.